Aktuelles

Prof. Dr. Albert Gier

Zuletzt erschienene Aufsätze in Fachzeitschriften und Sammelbänden

Verdi und der junge Schiller: I Masnadieri – Luisa Miller, MusikTheorie. Zeitschrift für Musikwissenschaft 33 (2018), S. 217-227

Vom Mittelalter zur Operette – Rückblick auf 45 Jahre Romanistik,  in: Klaus Dieter Ertler (Hrsg.), Romanistik als Passion. Sternstunden der neueren Fachgeschichte V, Wien 2018, S. 97-109

O Richard, o mon roi. Richard Löwenherz im Musiktheater, in: Richard Löwenherz, ein europäischer Herrscher im Zeitalter der Konfrontation von Christentum und Islam. Mittelalterliche Wahrnehmung und moderne Rezeption, hg. von Ingrid Bennewitz und Klaus van Eickels, Bamberg 2018, S. 171-196

Alles fließt – Probleme der Edition von Operettenlibretti, in : Perspektiven  der Edition musikdramatischer Texte, hg. von Thomas Betzwieser, Norbert Dubowy und Andreas Münzmay, Berlin / Boston 2018,
S. 163-182

Politiker und andere Verbrecher. Ideologie und Fiktion in Victor Hugos Histoire d’un crime, Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen 255 (2018), S. 304-322


Vorträge / Veranstaltungen:

Lesewinter in Bad Wildbad

Do. 10. – So. 13. Januar 2019

"(Es ist) besser zu genießen und zu bereuen,
als zu bereuen, dass man nicht genossen hat."
Decamerone, 3. Tag, 5. Erzählung

Giovanni Boccaccio: Decameron

Prof. Dr. Albert Gier, Innsbruck

„Boccaccio, der die abscheulichen Novellen schrieb“, so wird der Autor des Decameron in Franz von Suppés Operette Boccaccio charakterisiert. Der moderne Leser erinnert sich vor allem an die erotischen bis pornographischen Geschichten, die freilich nur einen (durchaus bedeutenden) Teil des Buches ausmachen: Daneben gibt es lustige Schwänke, tragische Liebesgeschichten und vieles mehr. Dabei zeigt Boccaccio – darin liegt seine erstaunliche Modernität –, daß es für die komplizierten Probleme, die das Leben stellt, keine einfachen Lösungen gibt: Seine Figuren müssen für sich selbst entscheiden wie Griselda, die versprochen hat, ihrem Ehemann in allem zu gehorchen, ohne voraussehen zu können, daß er später (zum Schein, um sie auf die Probe zu stellen) beschließen könnte, die gemeinsamen Kinder töten zu lassen. Im Seminar wollen wir repräsentative Novellen gemeinsam lesen und diskutieren und dabei auch die wirtschaftliche, literarische und künstlerische Entwicklung in Florenz am Übergang vom Mittelalter zur Renaissance betrachten.

Literatur:
Es eignet sich jede Ausgabe und jede Übersetzung

Seminarzeiten und Plan:

1. Tag   16.00 h
16.30 - 18.00 h
19.45 - 21.00 h
  Begrüßung und Kaffee
Einführung und Novelle V,9 (Falken-Novelle)
Novelle IV, 1
2. Tag   09.30 - 10.30 h
11.00 - 12.00 h
16.30 - 18.30 h
  Novelle II,1
Novelle VII, 7
Novelle X, 10
3. Tag   09.30 - 10.30 h
11.00 - 12.00 h
16.30 - 18.30 h
  Novelle III,9
Novelle I,4
Novelle IX, 8
4. Tag   10.00 - 12.00 h   Novelle I,1

Kursgebühr: € 170.-

Anmeldung:
Hotel Bergfrieden, 75323 Bad Wildbad, Baetznerstr. 78,
Tel: 07081 17040, Fax: 07081 170420
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Organisation:
Annegret Wolfram, www.literaturferien.de, 0711-2367813


Buchpublikationen:

Vor kurzem ist erschienen:

Revue Musicorum No 20 (2018). La comédie musicale britannique – XIXème et XXème siècles,
éd. par Pierre Degott et Albert Gier, 288 S. [Laurine Quetin (im Selbstverlag), Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!]

Inhalt

Pierre Degott – Albert Gier, Préface (S. 5-11)
Marion Linhardt, James Robinson Planchés Extravaganzas als musikalisches Theater betrachtet:
„The Sea Breezes and other airs, sea-lected by the Authors, and arranged by Mr. Tully“ (S. 13-28)
Kurt Gänzl, „The Blondes who never dyed“ (S. 29-57)
Joël Richard, Gilbert and Sullivan’s The Pirates of Penzance (1877): Mock Pirates and Musical Piracy
(S.  59-68)
Meinhard Saremba, Die Dynamik des Statischen. Arthur Sullivans „Original Light Opera“ Haddon Hall
(S. 69-87)
Vincent Giroud, Orient et Occident dans La Geisha de Sidney Jones (1896) (S. 89-102)
Lisa Evertz, Von London nach Arkadien, Japan und wieder zurück: Exotische Ausflüge in der britischen Musical Comedy um 1900. Exotismus der Zeit und des Raumes in The Geisha (1896), The Arcadians (1909) und The Mousmé (1911) (S. 103-148)
Claire Bardelmann, Présence/absence de Shakespeare dans la comédie musicale édouardienne, 1892-1917 (S. 149-163)
Albert Gier, Noël Coward, seine Diven und die Operette (S. 165-184)
Pierre Longuenesse, Le Modernisme théâtral en Angleterre: Auden / Murrill / Doone et la création de
The Dance of Death (S. 185-198)
Gilles Couderc, My Fair Lady, un conte de fées très „British“ pour Broadwy (S. 199-218)
Jean-Philippe Héberlé, Jesus Christ Superstar (1970) ou l’Évangile selon Andrew Lloyd Webber and Tim Rice (S. 219-232)
Dorota Babilas, From Le Fantôme to The Phantom: The Musical Adaptations of Gaston Leroux’s Novel
(S. 233-246)
Danièle Berton-Charrière, The steamie de Tony Roper: Une comédie musicale? (S. 247-264)
Laurence Le Diagon-Jacquin, De la lutte collective à l’émergence de soi: Billy Elliot, the musical (2014),
S. 265-277

[für weitere Informationen s. http://www.revuemusicorum.com/pages2/page-20.html]

Hinweis

Der Autor und Herausgeber Albert Gier steht für Veranstaltungen des Buchhandels oder
interessierter kultureller oder wissenschaftlicher Institutionen zur Verfügung.

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